Welkom bij mijn blog. Alle gedichten zijn door mijzelf geschreven. Veel leesplezier, Agnes C. - Willkommen zu meinem Blog. Alle Gedichte sind von mir geschrieben. Viel Spaß beim Lesen, Agnes C. - Welcome to my blog. All poems are written by myself. Enjoy reading, Agnes C. - Bienvenue sur mon blog. Tous les poèmes sont écrits par moi-même. Bonne lecture, Agnes C.

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Montag, 12. Mai 2014

Der Baum

Steh ich vor meinem Fenster seh ich eine Stadt aus Stein,
In ihr leben Menschen oft einsam und für sich allein.

Fast täglich besuchten sie einen alten Baum,
Für Mensch und Tier war er ein Stückchen Lebensraum.

Doch eines Tages wurde er gefällt, der alte Baum,
Brutal wachgerüttelt, es war sein letzter Frühlingstraum.

Der Bau einer Straßenbahnlinie brauchte den Platz für sich,
Gefühle sind nicht wichtig...Straßenbahnen träumen nicht.

Fast hundert Jahre hatte er gestanden am Wegesrand,
Wo beim Spaziergang so manch einer seine Ruhe fand.

Bald wird die Straßenbahn dort ihre Kurven drehen,
Was soll's man muß doch mit der Zeit mit gehen.

Die Vögel finden einen anderen Baum kein Problem,
Die Welt wird sich schon weiter dreh'n.

Du bist jetzt Vergangenheit warst ein schönes stück Natur 
In dieser Stadt aus Stein...findet keiner mehr deine Spur.

Agnes C.




Jeder Ast eines Baumes kennt eine Geschichte -ein alter Baum ist Geschichte.

Klaus Ender (1939)



Sonntag, 6. April 2014

Meine Schwester

Ich hab dich gern du bist ein Teil von mir
Ein unsichtbares Band das uns verbindet 
Ich wäre gerne öfter mal bei dir
Viel zu schnell die Zeit für uns entschwindet.

Das Leben gab uns einen Rucksack mit 
Gefüllt mit Freude und mit Sorgen 
Ob wir ihn tragen konnten wurde nicht gefragt 
Selbstmitleid das hielten wir verborgen.

Wir eilten über Stock und Stein 
Um zu träumen fehlte uns die Zeit
Wichtig war es um auf Trapp zu sein 
Doch das ist längst Vergangenheit. 

Der Rucksack hat sein Gewicht verloren
Die vielen Wanderjahre haben ihn entleert 
Es blieben nur Erinnerungen die wir tragen 
Die das Leben uns beschert.

Agnes C.



Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter.

Marcel Proust 1871-1922 


Dienstag, 11. März 2014

Bitte an Gott


Ich weis du bist weit weg von mir
Kannst mich vielleicht nicht hören
So oft schon spürte ich die Liebe von dir
Verzeih mir Gott, das ich dich heute störe

Du zeigst mir Wege die ich gehen kann
Kennst meine Stunde und meine Zeit
Trocknest meine Tränen wenn die Seele weint
Du bist Gott Vater, doch der weg zu dir ist weit

Hat der Lärm auf Erden dich taub gemacht?
So das dich meine Bitte nicht erreicht
Du kannst mir helfen, allein du hast die Macht
Nimm mir die Angst die mich umschleicht

Kennst meinen Schmerz der mich bedrückt
Für dich bleibt nichts verborgen
Drum schreibe ich diesen Brief an dich
Ein Engel wird ihn vielleicht bei dir besorgen.

Agnes C.



Wer Gott suchen will, der findet ihn überall. 

Novalis 1772-1801